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	<title>Kommentare für Ralf Geißler</title>
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	<description>freier Journalist</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Jun 2011 18:47:54 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Was ist Wahrheit? von Kugelschreiber</title>
		<link>http://www.ralf-geissler.de/2011/03/was-ist-wahrheit/#comment-52</link>
		<dc:creator>Kugelschreiber</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 18:47:54 +0000</pubDate>
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		<description>Kachelmann kann Einem Leid tun. Was der Staatsanwalt und das Gericht mit ihm gemacht haben, ist ein Skandal. Und diese unsäglichen Medien, allen voran die Bildzeitung mit der vollständig verbitterten alten Frau Schwarzer. Darüber hinaus, wieviele verurteilte nicht schuldige Täter und Opfer von nicht verurteilten schuldigen Tätern müssen sich den Aufwand ansehen, der in diesem Gerichtsverfahren getrieben wurde. Kein einziger Vergewaltigungsfall wird dermaßen in die Länge gezogen, wenn kein VIP angeklagt ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kachelmann kann Einem Leid tun. Was der Staatsanwalt und das Gericht mit ihm gemacht haben, ist ein Skandal. Und diese unsäglichen Medien, allen voran die Bildzeitung mit der vollständig verbitterten alten Frau Schwarzer. Darüber hinaus, wieviele verurteilte nicht schuldige Täter und Opfer von nicht verurteilten schuldigen Tätern müssen sich den Aufwand ansehen, der in diesem Gerichtsverfahren getrieben wurde. Kein einziger Vergewaltigungsfall wird dermaßen in die Länge gezogen, wenn kein VIP angeklagt ist.</p>
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		<title>Kommentar zu Der Aufräumer von Thomas Niemeyer</title>
		<link>http://www.ralf-geissler.de/2010/04/der-aufraumer/#comment-39</link>
		<dc:creator>Thomas Niemeyer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 17:23:53 +0000</pubDate>
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		<description>Hätte diese Reportage im Manager-Magazin gestanden - okay! Aber in der Zeitschrift meiner Gewerkschaft? Da fehlt mir bei aller löblichen Recherche doch die Sichtweise der Opfer dieses Auf- und Abräumers, zu denen ich die Ehre habe mich zu zählen.
 
Wie man es schafft, ohne betriebsbedingte Kündigungen die Redaktion der Braunschweiger Zeitung um über ein Fünftel ihrer Mitglieder zu reduzieren und dabei ausgerechnet jene abräumt, die einem unbequem sind, hätten diese Opfer erklären können. Auch die Gewerkschafts- und Betriebsratsphobie dieses angeblichen Alt-68ers hätte so wohl Erwähnung gefunden.
 
Doch sei&#039;s drum. Was mich als Kollege an diesem furchtbaren Journalisten am meisten stört, ist sein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit. Hier nur zwei leicht nachprüfbare Beispiele dafür, wie dieser Gralshüter journalistischer Qualität mit ihr umgeht:
 
2002 gab der BDZV eine neue Statistik heraus. Danach hatte sich im Zuge des dramatischen Abo-Rückgangs die Zahl der Leser pro Ausgabe einer Tageszeitung erheblich erhöht. Der Aufräumer teilte daraufhin seinen Lesern auf Seite 1 ganz aufgeräumt mit, dass die Braunschweiger Zeitung Leser hinzugewonnen habe. Dass sie in dem Jahr tatsächlich weit über drei Prozent an Auflage einbüßte, verschwieg er. Das ist die Wahrheit, wie sie einst die Prawda meinte.
 
Am 4. Februar 2002 teilt der BZ-Chefredakteur der Runde seiner Lokalchefs mit, dass der Anwalt der festen freien Fotografen sie, die Lokalchefs, in einem Schreiben an Chefredaktion und Geschäftsführung als &quot;inkompetente Pfeifen&quot; bezeichnet habe. Tatsächlich hatte der DJV-Vertragsanwalt höflich mitgeteilt, dass den Lokalchefs &quot;die Kompetenz fehlt&quot;, Verträge mit seinen Mandanten zu schließen, was der Chef von ihnen verlangte. Der Aufräumer wollte Unfrieden sähen, Mitarbeiter aufeinander hetzen, sie gegeneinander ausspielen.
 
Wer den Unterschied zwischen &quot;Inkompetenz&quot; und &quot;fehlender Kompetenz&quot; nicht erkennen mag, wird auch den zwischen &quot;autoritär&quot; und &quot;Autorität&quot; übersehen. Er sollte sich aber nicht auch noch selbst zum Reserve-Papst der deutschen Sprache erhöhen.
 
Den Kollegen der Thüringer Allgemeinen bekunde ich mein tief empfundenes Mitgefühl. Solch raue Zeiten haben sie nicht verdient.
 
Thomas Niemeyer
49134 Wallenhorst</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hätte diese Reportage im Manager-Magazin gestanden &#8211; okay! Aber in der Zeitschrift meiner Gewerkschaft? Da fehlt mir bei aller löblichen Recherche doch die Sichtweise der Opfer dieses Auf- und Abräumers, zu denen ich die Ehre habe mich zu zählen.</p>
<p>Wie man es schafft, ohne betriebsbedingte Kündigungen die Redaktion der Braunschweiger Zeitung um über ein Fünftel ihrer Mitglieder zu reduzieren und dabei ausgerechnet jene abräumt, die einem unbequem sind, hätten diese Opfer erklären können. Auch die Gewerkschafts- und Betriebsratsphobie dieses angeblichen Alt-68ers hätte so wohl Erwähnung gefunden.</p>
<p>Doch sei&#8217;s drum. Was mich als Kollege an diesem furchtbaren Journalisten am meisten stört, ist sein gebrochenes Verhältnis zur Wahrheit. Hier nur zwei leicht nachprüfbare Beispiele dafür, wie dieser Gralshüter journalistischer Qualität mit ihr umgeht:</p>
<p>2002 gab der BDZV eine neue Statistik heraus. Danach hatte sich im Zuge des dramatischen Abo-Rückgangs die Zahl der Leser pro Ausgabe einer Tageszeitung erheblich erhöht. Der Aufräumer teilte daraufhin seinen Lesern auf Seite 1 ganz aufgeräumt mit, dass die Braunschweiger Zeitung Leser hinzugewonnen habe. Dass sie in dem Jahr tatsächlich weit über drei Prozent an Auflage einbüßte, verschwieg er. Das ist die Wahrheit, wie sie einst die Prawda meinte.</p>
<p>Am 4. Februar 2002 teilt der BZ-Chefredakteur der Runde seiner Lokalchefs mit, dass der Anwalt der festen freien Fotografen sie, die Lokalchefs, in einem Schreiben an Chefredaktion und Geschäftsführung als &#8220;inkompetente Pfeifen&#8221; bezeichnet habe. Tatsächlich hatte der DJV-Vertragsanwalt höflich mitgeteilt, dass den Lokalchefs &#8220;die Kompetenz fehlt&#8221;, Verträge mit seinen Mandanten zu schließen, was der Chef von ihnen verlangte. Der Aufräumer wollte Unfrieden sähen, Mitarbeiter aufeinander hetzen, sie gegeneinander ausspielen.</p>
<p>Wer den Unterschied zwischen &#8220;Inkompetenz&#8221; und &#8220;fehlender Kompetenz&#8221; nicht erkennen mag, wird auch den zwischen &#8220;autoritär&#8221; und &#8220;Autorität&#8221; übersehen. Er sollte sich aber nicht auch noch selbst zum Reserve-Papst der deutschen Sprache erhöhen.</p>
<p>Den Kollegen der Thüringer Allgemeinen bekunde ich mein tief empfundenes Mitgefühl. Solch raue Zeiten haben sie nicht verdient.</p>
<p>Thomas Niemeyer<br />
49134 Wallenhorst</p>
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